Methode und Quellen
Welche Rechenmodelle wir verwenden, wie wir sie prüfen, woher Orte und Zeitzonen kommen, und wo die Grenzen der Astrologie liegen.
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Positionen der Gestirne
Wir berechnen geozentrische, scheinbare Positionen (Lichtlaufzeit und Aberration berücksichtigt), bezogen auf die wahre Ekliptik des Datums, im tropischen Tierkreis. Grundlage ist die freie Bibliothek astronomy-engine 2.1.19: Planetentheorie VSOP87, Mondtheorie nach Chapront. Nördlicher Mondknoten und Lilith sind Mittelwerte nach den Formeln von J. Meeus (Astronomical Algorithms, Kapitel 47).
Wie wir die Genauigkeit prüfen
Bei jeder Veröffentlichung laufen automatische Tests. Sie vergleichen unsere Positionen an zwanzig Daten zwischen 1930 und 2030 mit JPL Horizons, den Referenz-Ephemeriden der NASA. Die größte gemessene Abweichung liegt unter 0,005°, also unter 18 Bogensekunden, weit unter dem, was für Zeichen, Häuser oder Aspekte eine Rolle spielt. Scheitert ein Test, wird die Website nicht aktualisiert.
Uhrzeit und Zeitzonen
Die eingegebene gesetzliche Zeit wird mit der IANA-Zeitzonendatenbank in Weltzeit umgerechnet. Sie enthält die Geschichte der Uhrzeit in Deutschland (Sommerzeit 1916-1918 und 1940-1949, Berliner Hochsommerzeit 1945 und 1947, keine Sommerzeit 1950-1979, Sommerzeit seit 1980), in Österreich, der Schweiz (Sommerzeit seit 1981) und weltweit. Für Geburten in Deutschland zwischen 1945 und 1949 im Sommerhalbjahr weist der Rechner darauf hin, dass in den Besatzungszonen teils andere Regeln galten. Uhrzeiten, die es an einem Umstellungstag doppelt gab oder gar nicht gab, werden erkannt und gemeldet.
Orte
Die Ortssuche verwendet GeoNames (CC BY 4.0): alle Orte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg ab 1 000 Einwohnern oder mit Gemeindesitz, und Städte weltweit, mit ihrer Zeitzone. Für kleinere Orte oder Ortsteile können Sie Koordinaten und Zeitzone selbst eingeben; jeder Kilometer Ost-West-Abstand verschiebt den Aszendenten um etwa ein bis zwei Bogenminuten.
Häuser und Aspekte
Häuser: Placidus als Voreinstellung, wahlweise ganze Zeichen oder Porphyrius; jenseits der Polarkreise Porphyrius. Aspekte: Konjunktion und Opposition mit 8° Orbis, Trigon und Quadrat mit 7°, Sextil mit 5°, für Sonne und Mond je 2° mehr; für Aszendent und Himmelsmitte kleinere Orben; Mondknoten und Lilith nur mit Konjunktion und Opposition.
Was die Astrologie nicht kann
Die Positionen sind Astronomie. Ihre Deutung ist Astrologie: eine überlieferte Symbolik, die wir im Konjunktiv wiedergeben. Kontrollierte Studien haben keine Vorhersagekraft der Astrologie nachgewiesen; die bekannteste ist ein Doppelblindtest von Shawn Carlson, 1985 in Nature veröffentlicht. Unsere Deutungen dienen deshalb der Unterhaltung und der persönlichen Reflexion. Sie sagen kein Ereignis voraus und ersetzen keine medizinische, psychologische, finanzielle oder rechtliche Beratung.
Die Texte
Die Deutungstexte sind vorab geschrieben und werden je nach Stellung zusammengesetzt; sie werden nicht bei der Bestellung von einer KI erzeugt. Jeder Text gibt die astrologische Überlieferung wieder, nicht eine persönliche Beratung.
Quellen
- JPL Horizons, NASA
- Astronomy Engine, Don Cross (MIT-Lizenz)
- IANA-Zeitzonendatenbank, Datei „europe“
- GeoNames (CC BY 4.0)
- S. Carlson, A double-blind test of astrology, Nature 318, 419-425 (1985)
- J. Meeus, Astronomical Algorithms, 2. Auflage, Willmann-Bell 1998
Aktualisiert am 30.09.2026.